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100 Jahre SPD Weilerbach

Am 16. Mai 2009 feierte die SPD Weilerbach ihr 100jähriges bestehen.
Mit Preisen wie damals und interessanten Darbietungen wurden die zahlreichen Besucher verwöhnt. Das herrliche Wetter trug zu dem hervorragendem Erfolg seinen Teil dazu. Ein geselliger Nachmittag im Kreise von vielen Freunden war leider viel zu früh vorbei.

"Die roten Socken haben Geburtstag"
Mit einer gehörigen Portion Humor hat der Weilerbacher SPD-Ortsverein den Startschuss zu seinem nicht alltäglichen Jubiläum, das die Genossen in diesem Jahr begehen, gegeben. Denn die „Roten Socken“ hatten ihre Geburtsstunde in der ehemaligen DDR. Mit dem Begriff bezeichnete man besonders linientreue SED-Anhänger und später die Mitglieder der PDS. Die CDU verhalf den „Roten Socken“ im Wahlkampf 1994 zu neuen Ehren, als sie auf ihren Wahlplakaten das Schreckgespenst einer Koalition aus SPD und PDS verbreitete: „Auf in die Zukunft, aber nicht auf roten Socken.“
Zum 100-Jährigen hängten die Sozialdemokraten selbstironisch die roten Stricksocken dekorativ auf die Leine, ließen die Sektkorken knallen und stießen mit Parteifreunden und Gästen im Bürgerhaus auf dieses freudige Ereignis an. Die Feier nicht entgehen lassen wollten sich auch der Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog, die Landtagsabgeordnete Margit Mohr, Bürgermeisterin Anja Pfeiffer-Matheis, die Landratskandidatin Karin Decker, Ortsbürgermeister, Partei- und Vereinsvertreter.
In seiner Begrüßungsrede erinnerte Ortsvereinsvorsitzender Udo Janke an die Gründungsväter des Ortsvereins, die sich in einer Zeit großer sozialer Gegensätze eine „Besserung im Leben dieser Menschen“ mit der „Bündelung der Kräfte durch einen Ortsverein innerhalb einer sich entwickelnden Partei“ erhofften. Sie seien in regelmäßigen Treffen zusammengekommen, „um den Menschen bei ihren Sorgen und Ängsten beizustehen“. Janke attestierte dem Ortsverein, sich mit den Bedürfnissen und Ansprüchen der Menschen weiterentwickelt zu haben, und versprach: „Wir übernehmen Verantwortung, um auch in Zukunft die Geschicke in Weilerbach mitgestalten zu können.“
Peter Kannengießer präsentierte kompetent und doch kurzweilig 100 Jahre SPD- und Ortsvereinsgeschichte im Zeitraffer. In Bild und Wort weckte er Erinnerung an Jahreszahlen, Daten, Orte, Ereignisse und Menschen.
Die Glückwünsche der Verbandsgemeinde überbrachte Bürgermeisterin Anja Pfeiffer-Matheis. Sie zollte den Sozialdemokraten für ihren Einsatz für Demokratie, ihre Standhaftigkeit in den dunklen Jahren der Nazi-Diktatur, aber auch für ihr Engagement in Weilerbach großen Respekt und appellierte: „Lassen Sie uns als politisch Verantwortliche stets im Sinne des Gemeinwohls handeln.“ Die Landratskandidatin Karin Decker freute sich, dass gerade viele junge Menschen ihre politische Heimat in ihrem Ortsverein gefunden haben. „Das zeugt von guter, solider und innovativer Arbeit“, meinte sie selbstbewusst und konkretisierte ihr ehrgeiziges politisches Ziel, nämlich der erste weibliche Landrat im Landkreis zu werden. Für Gustav Herzog waren es die Sozialdemokraten, die in schwierigen Zeiten die Geschicke der Gemeinde in die Hände genommen haben. Sie wären nicht nur dem Wandel gefolgt, sondern hätten ihn vorangebracht, meinte der Bundestagsabgeordnete.
Der Ortsbürgermeisterkandidat der Sozialdemokraten, Horst Bonhagen, leitete den Ehrungsakt der ehemaligen, noch lebenden Ortsvereinsvorsitzenden. Mit den Namen Dr. Günther Pfeiffer (1971 - 1974), Emil Clemens (1980 - 1986), Werner Müller (1987 - 1990), Hermann Heinrich (1990 - 1991), Klaus Wenzel (1991 - 1994), Hans-Werner Fuhrmann (1995 - 2006) und Hans Ulrich Wenz (2007 - 2008) rief er auch deren Verdienste in Erinnerung.
Unter der musikalischen Leitung von Alfred Scherer blies das Pfälzer Konzert-Blasorchester Rodenbach dem Jubilar nicht nur den Marsch (von Ernst Hoffmann). Die konzertante Spielgemeinschaft fesselte die Gäste der Geburtstagsfeier mit einem höchst anspruchsvollen Programm. Ein mitreißendes Konzert anlässlich eines denk- wie dankwürdigen Ereignisses.
Text/Fotos: bm

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